Gesamtübersicht im Fünfjahresverlauf

1. Ausbildungsjahr
Auswahlseminar (AWS)
Basis-Dozent und Basis-Dozentin
Fr – So
24 AE
FS
  • Information über Inhalte und Struktur der Ausbildung
  • Kennenlernen zwischen Interessent*innen und Basis-Dozent*in
  • Überprüfung der Eignung und Entscheid über die mögliche Zulassung zur Ausbildung
Blockseminar 1 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
  • Grundlagen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und Entwicklung bis heute
  • psychoanalytische Grundbegriffe
  • allgemeine Neurosenlehre und tiefenpsychologische Entwicklungskonzepte
Gruppen-
Selbsterfahrung 1
Basis-Dozent oder Basis-Dozentin
Fr – So
24 AE
  • Einblick in die eigene Psychodynamik und in Interaktionsprozesse innerhalb und außerhalb der Gruppe
  • Auseinandersetzung mit individuellen Charakteristika im Erleben und Verhalten, mit konfliktbedingten Blockierungen und Mustern der Kontakt- oder Beziehungsunterbrechung
  • Reflektion des eigenen Umgangs mit Problemsituationen und des eigenen Entwicklungsprozesses
Gruppen-
Selbsterfahrung 2
Fr – So
24 AE
  • Einblick in die eigene Psychodynamik und in Interaktionsprozesse innerhalb und außerhalb der Gruppe
  • Auseinandersetzung mit individuellen Charakteristika im Erleben und Verhalten, mit konfliktbedingten Blockierungen und Mustern der Kontakt- oder Beziehungsunterbrechung
  • Reflektion des eigenen Umgangs mit Problemsituationen und des eigenen Entwicklungsprozesses
Blockseminar 2 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
Allgemeine Krankheitslehre mit Schwerpunkt: aus tiefenpsychologischer Sicht vergleichenda) aus
a) VT-Sicht
b) aus humanistisch-gestalttherapeutischer Sicht
Gruppen- Selbsterfahrung 3 Fr – So
24 AE
  • Einblick in die eigene Psychodynamik und in Interaktionsprozesse innerhalb und außerhalb der Gruppe
  • Auseinandersetzung mit individuellen Charakteristika im Erleben und Verhalten, mit konfliktbedingten Blockierungen und Mustern der Kontakt- oder Beziehungsunterbrechung
  • Reflektion des eigenen Umgangs mit Problemsituationen und des eigenen Entwicklungsprozesses
Blockseminar 3 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
Basiswissen zum Therapiebeginn (gesamt 23 AE):
  • Informationsquellen
  • Erstgespräch, Erhebung von Anamnese und psychischem Befund
  • probatorische Phase
  • Indikation und Kontraindikation für TP, für TP-Kurzzeittherapie vs. TP-Langzeittherapie, formale Rahmenbedingungen (inkl. Indikationskatalog der Richtlinientherapie nach PThG), Behandlungssetting
Selbsterfahrung
Reflektion Ausbildungsjahr 1 (10 AE)
Basis-Dozent und Basis-Dozentin
Kompakttraining 12 Tage
80 AE
FS
2-wöchiges erfahrungsorientiertes Intensivtraining begleitet von
  • Theorievermittlung zur Vertiefung von Ausbildungsinhalten und methodischen Kompetenzen
  • Auseinandersetzung mit verwandten psychotherapeutischen Verfahren und Kennenlernen verschiedener therapeutischer Arbeitsstile
Beginn Peergruppen 8 x 4 = 32 AE
FS
  • Vertiefung von Ausbildungsinhalten
  • Ergänzung von Ausbildungsinhalten in Eigenverantwortung nach Themenliste
  • Literaturstudium

 

2. Ausbildungsjahr
Blockseminar 4 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
Diagnostik und Differentialdiagnostik:
  • Klassifikation nach ICD und DSM inkl. Fallbeispielen
  • Einführung in die OPD
  • Ableitung von Therapiezielen, Therapieauftrag und Compliance
Gruppen-
Selbsterfahrung 4
Fr – So
24 AE
  • Einblick in die eigene Psychodynamik und in Interaktionsprozesse innerhalb und
    außerhalb der Gruppe
  • Auseinandersetzung mit individuellen Charakteristika im Erleben und Verhalten, mit
    konfliktbedingten Blockierungen und Mustern der Kontakt- oder Beziehungsunterbrechung
  • Reflektion des eigenen Umgangs mit Problemsituationen und des eigenen Entwicklungsprozesses
Blockseminar 5 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
Diagnostische Fallarbeit/Üben:
  • Führen von Erstgesprächen
  • Vorstellung von Anamnesen
  • diagnostische Einordnung
  • Erkennen von Fehlerquellen im diagnostischen Prozess
  • Therapieplanung
  • schriftliche Therapievereinbarungen
Wochenendseminar 1 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
Psychiatrische und psychosomatische Grundkenntnisse für PP
Gruppen-
Selbsterfahrung 5
Fr – So
24 AE
  • Einblick in die eigene Psychodynamik und in Interaktionsprozesse innerhalb und außerhalb der Gruppe
  • Auseinandersetzung mit individuellen Charakteristika im Erleben und Verhalten, mit konfliktbedingten Blockierungen und Mustern der Kontakt- oder Beziehungsunterbrechung
  • Reflektion des eigenen Umgangs mit Problemsituationen und des eigenen Entwicklungsprozesses
Blockseminar 6 Do – So
33 AE
FS
Sensory Awareness:
Exploration und Erweiterung von Bewusstheit (Awareness) als therapeutische Grundhaltung. Ziel ist die Verfeinerung der Wahrnehmung des eigenen lebendigen Prozesses, so wie er sich in Körperhaltungen und Bewegungen ausdrückt
Blockseminar 7 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Grundlagen
Therapieverlauf (23 AE ) :
  • Dokumentation
  • Evaluation von Behandlungsverläufen
  • Früherkennung von Erschwernissen und Blockaden in der Behandlung
  • professioneller Beginn und professionelle Beendigung einer Behandlung
Selbsterfahrung
Reflektion Ausbildungsjahr 2 (10 AE)
Basis-Dozent und Basis-Dozentin
Kompakttraining 12 Tage
80 AE
FS
2-wöchiges erfahrungsorientiertes Intensivtraining begleitet von
  • Theorievermittlung zur Vertiefung von Ausbildungsinhalten und methodischen Kompetenzen
Beginn
Einzel-Selbsterfahrung  

 

3. Ausbildungsjahr
Blockseminar 8 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Übersicht über Persönlichkeitsstörungen
  • Phänomenologie, Diagnostik und Behandlung von Borderline-Störungen
Wochenendseminar 2 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Prozess- und Ergebnisforschung,
  • Psychotherapieverfahren im Vergleich: Methoden und differentielle Indikationsstellung,
  • aktueller Forschungsstand
Gruppen-Supervision 1 Fr – So
24 AE
  • Darstellung und Reflektion selbst durchgeführter diagnostischer und probatorischer Sitzungen
  • Identifikation und Bearbeitung schwieriger Startbedingungen
  • Identifikation und Reflektion dabei auftauchender Unsicherheiten oder persönlicher Probleme der Ausbildungskandidat*innen
Wochenendseminar 3 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Abwehrmechanismen und deren Ausdruck und Funktion in Interaktion und Beziehung
Blockseminar 9 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
a) Sexualität: Thematisierung in Erstgespräch und Therapieverlauf; Identifikation von Wissensstand und Störungen; Differentialdiagnostik bez. spezifischer Sexualtherapie; Reflektion des eigenen Umgangs mit Sexualität und dessen Auswirkung auf die therapeutische Haltung (18 AE)
b) Genderaspekte im Kontext psychischer Erkrankung und Umgang damit (15 AE)
Gruppen-Supervision 2 Fr – So
24 AE
  • Darstellung und Reflektion selbst durchgeführter diagnostischer und probatorischer Sitzungen
  • Identifikation und Bearbeitung schwieriger Startbedingungen
  • Identifikation und Reflektion dabei auftauchender Unsicherheiten oder persönlicher Probleme der Ausbildungskandidat*innen
Wochenendseminar 4 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Phänomenologie
  • Diagnostik und Behandlung von Affektiven Störungen

 

Externe Tagung/Vorträge 24 AE
FS
Anerkennung nach Rücksprache mit der PTA im IGW
Ausarbeitung Anamnesen 10 x 2 = 20 AE
FS
 
Auswertungsgespräche 2 AE
FS
 
Beginn Einzel-Supervision

 

4. Ausbildungsjahr
Blockseminar 10 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Grundwissen über systemische Zusammenhänge und Beziehungsdynamiken bei Familien und Paaren
  • spezifische Aspekte verschiedener Familien- und Lebensformen
Wochenendseminar 5 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Phänomenologie
  • Diagnostik und Behandlung von Angst- und Zwangserkrankungen
Wochenendseminar 6 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Phänomenologie
  • Diagnostik und Behandlung von Trauma- und Traumafolgestörungen
Gruppen-Supervision 3 Fr – So
24 AE
  • Darstellung und Reflektion selbst durchgeführter diagnostischer und probatorischer Sitzungen
  • Identifikation und Bearbeitung schwieriger Startbedingungen
  • Identifikation und Reflektion dabei auftauchender Unsicherheiten oder persönlicher Probleme der Ausbildungskandidat*innen
Wochenendseminar 7 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Krisenintervention und Suizidprophylaxe (inkl. rechtlicher Aspekte)
Gruppen-Supervision 4 Fr – So
24 AE
  • Darstellung und Reflektion selbst durchgeführter diagnostischer und probatorischer Sitzungen
  • Identifikation und Bearbeitung schwieriger Startbedingungen
  • Identifikation und Reflektion dabei auftauchender Unsicherheiten oder persönlicher Probleme der Ausbildungskandidat*innen
Blockseminar 11 Do – So
33 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Aspekte der therapeutischen Beziehung:
  • Therapiemotivation
  • Abbildung und Auswirkung von Psychodynamik und Struktur der Patient*innen in der Übertragungs-/Gegenübertragungs-Beziehung
  • Psychohygiene im psychosozialen Beruf
Wochenendseminar 8 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Neurologische und pharmakologische Grundkenntnisse für PP
Externe Tagung/Vorträge 24 AE
FS
Anerkennung nach Rücksprache mit dem PTA im IGW
Falldokumentationen 4 Fälle
á 6 AE = 24 AE
FS
 
Auswertungsgespräche 2 AE
FS
 

 

5. Ausbildungsjahr
Blockseminar 12 Do – So
33 AE
FS
Prüfungsvorbereitung I
Wochenendseminar 9 Fr – So
24 A
Theorie/Methodik Vertiefung
Psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen – Überblick
Wochenendseminar 10 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Phänomenologie, Diagnostik und Behandlung von Suchterkrankungen
Gruppen-Supervision 5 Fr – So
24 A
  • Darstellung und Reflektion selbst durchgeführter diagnostischer und probatorischer Sitzungen
  • Identifikation und Bearbeitung schwieriger Startbedingungen
  • Identifikation und Reflektion dabei auftauchender Unsicherheiten oder persönlicher Probleme der Ausbildungskandidat*innen
Wochenendseminar 11 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Ethische und rechtliche Fragestellungen in der Psychotherapie
Wochenendseminar 12 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
Psychische und psychosomatische Erkrankungen im höheren Lebensalter – Überblick
Wochenendseminar 13 Fr – So
24 AE
Theorie/Methodik Vertiefung
  • Kompetenter Umgang mit Organisationsstrukturen des eigenen Arbeitsfeldes
  • Kooperation mit anderen Berufsgruppen
  • QM-Kenntnis und -Anwendung
Blockseminar 13 Do – So
33 AE
FS
Prüfungsvorbereitung II
Falldokumentationen 4 Fälle
á 6 AE = 24 AE
FS
 
Auswertungsgespräche 2 AE
FS
 

 

Std. = Zeitstunde/Sitzung
AE = Arbeitseinheit von 45 Minuten
FS bedeutet: Freie Spitze

 

Die Akademie ist bemüht, die inhaltlichen Seminarschwerpunkte in der beschriebenen Weise beizubehalten; Änderungen sind jedoch im Verlauf der Ausbildung möglich.

 

Theoretisches und methodisches Wissen wird innerhalb der Blockseminare und Wochenend-Seminare vermittelt. Das Kennenlernen des praktischen Vorgehens in der Behandlung wird im Kontext der jeweiligen Theorie/Methodik-Seminare und in den Gruppenselbsterfahrungen vermittelt; das Erproben und Üben erfolgt ebenfalls im Kontext der Theorie/Methodik-Seminare und in den Gruppensupervisionen, v.a. durch begleitete Kleingruppen- und Triadenarbeiten.
Der Selbsterfahrung – in der Gruppe und im Einzelsetting – kommt in dieser Ausbildung ein hoher Stellenwert zu.

 

Die Teilnehmer*innen bilden außerdem zu Beginn der Ausbildung sogenannte Peergruppen, die sich acht Mal im Verlauf des Ausbildungsjahres über die Dauer der gesamten Ausbildung hinweg ohne Trainer*innen treffen.

 

Inhalte sind, je nach Ausbildungsfortgang

  • Erarbeitung und Vertiefung der vorgegebenen Literatur
  • Praxisorientiertes Üben von Behandlungstechniken innerhalb der Peergruppe
  • Kollegiale Supervision von Fragen und Fällen aus der jeweiligen Berufspraxis
  • Entwicklung eines stützenden Netzes unter Kolleg*innen.

 

Nach Komponenten und Umfang zusammen gefasst beinhaltet die Ausbildung

Theorie und Methodik der TP, Grundlagen: 202 AE
Theorie und Methodik der TP, Vertiefung: 420 AE
Freie Spitze: 1065 AE
Selbsterfahrung in der Gruppe: 140 AE
Supervision in der Gruppe: 120 AE
Einzel-Selbsterfahrung: 80 Sitzungen
(je 50 Min.)
Einzel-Supervision: 50 Sitzungen
(je 50 Min.)
Praktische Tätigkeit als Psycholog*in in Ausbildung: 1800 Zeitstunden
(2400 AE)
Praktische Ausbildung
(eigenständige Patient*innen- Behandlung unter Supervision):
600 Sitzungen
(je 50 Min.)

 

Gruppenformate im Überblick

Ausbildungsjahr WE
Seminare
Fr – So
Block-
seminare

Do – So
Intensivseminare
(Kompakttraining)
2 x 12 Tage
1 4 3 1
2 3 4 1
3 5 2  
4 6 2  
5 6 2  
Gesamt 24 13 2

 

Die darüber hinaus zu leistende Eigenarbeit gliedert sich in 

Peergruppe 160 AE
Ausarbeitung von Anamnesen 20 AE
Vor-/Nachbereitung von Behandlungsstunden (15 Minuten pro Sitzung)  200 AE
Ausarbeitung von Falldokumentationen  48 AE
Externe Tagungen/Vorträge (von der Akademie anzuerkennen)  48 AE
Literaturstudium (45 Std. = 60 AE pro Jahr gerechnet)  300 AE

 

Kooperationspartner Kliniken

Praktikumsplätze für den psychiatrisch-klinischen Bereich mit bis zu 1200 Stunden anerkennungsfähiger Tätigkeit:

  • BKH Kaufbeuren
  • Klinikum am Europakanal
  • Krankenhaus Schloss Werneck

Praktikumsplätze für den psychiatrisch-klinischen Bereich mit bis zu 600 Stunden anerkennungsfähiger Tätigkeit:

  • Hochgratklinik Stiefenhofen
  • Oberbergklinik Schwarzwald
  • Schlossklinik Pröbsting

Praktikumsplätze für den psychosomatischen Bereich (600 Std.):

  • Hochgratklinik Stiefenhofen
  • Adula Klinik Oberstdorf
  • BKH Kaufbeuren
  • Schlossklinik Pröbsting
  • Klinik am Leisberg Baden-Baden
  • Median Klinik Odenwald

 

Prüfungsvorbereitung

In den Blockseminaren 12 und 13 im letzten Ausbildungsjahr werden die Teilnehmer*innen in der Vorbereitung auf die staatliche Prüfung durch erfahrene Dozent*innen gezielt unterstützt.

Voraussetzung für die Graduierung bildet die erfolgreiche Absolvierung der fünf Ausbildungsjahre mit der Stellungnahme der Basisdozentin und des Basisdozenten zur fachlichen und persönlichen Eignung der Teilnehmer*innen. 

 

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Kontakt

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PTA im IGW
Institut für Integrative Gestalttherapie Würzburg
private gemeinnützige Gesellschaft m.b.H.
Friedrich-Ebert-Ring 7, 97072 Würzburg
Telefon +49 931 9709 1234
office@pta-igw.de, www.pta-igw.de

 

Damit Frauen und Männer sich gleichermaßen angesprochen fühlen können, die Lesbarkeit der Texte jedoch erleichtert ist, haben wir uns dafür entschieden, entweder beide Formen auszuschreiben oder das Gender-Sternchen* zu verwenden.